geschichte


Der Ort Braunshausen war als politisch organisierte Gemeinde des ehemaligen Amtes Hallenberg die jüngste, als bäuerliche Siedlung jedoch eine der ältesten Niederlassungen im Bezirk ansässig.

Auf befestigten Höhen oberhalb des linken "Wehlenbachufers" residierende Edelherren hatten im Tale landwirtschaftliche Nutzbauten errichtet, diese erweiterten sich allmählich durch Bevölkerungszuwachs zu Höfen, nach sauerländischem Sprachgebrauch bereits ein Dorf (Hömberg).

 

Ursprünglich sollte der Ort aus 6 Höfen bestanden haben, davon drei als sogenannte Erbgüter. Viele Flurbezeichnungen (z.B. Bangengrund, Geldloch, Ochsenstall, Streitholz) sind Zeitzeugen früherer Geschichte.

Politisch und kulturell war das Dorf von Anfang an auf die Stadt Hallenberg angewiesen. Als Festung bot diese den Braunshausern Schutz und Zuflucht und als traditioneller Pfarrort übernahm sie später deren geistliche Betreuung und Führung. Der "Totenweg" (zum Hallenberger Friedhof) ist so noch im behördlichen Kataster eingetragen. Er hat heute den Charakter eines Wirtschafts- und beliebten Spazierweges für Gäste und Einheimische.

Jahrhundertlange Rechtsstreitigkeiten über Gebietsabgrenzungen und Waldnutzungen belegen den Willen der Braunshauser auf eine selbstständige gemeindliche Entwicklung.

 

Braunshausen erfüllt heute alle Anforderungen, die man an ein traditionelles und modernes Dorf stellt. Land und Wald werden natur- und umweltbewusst bewirtschaftet, die Menschen finden in unmittelbarer Nachbarschaft Arbeitsplätze. Es gibt Schul- und Kindergartenbusse, der Tante-Emma-Laden kommt auf Rädern, für die innerdörfliche Kommunikation und das gesellige Gemeinschaftsleben stehen ein Mehrzweck-Gemeindehaus, eine schöne Schützenhalle, ein Kinderspielplatz, Rasensportplatz sowie zwei Dorfkneipen mit Festsälen zur Verfügung. Eine intakte Pfarrgemeinde gehört ebenfalls zu den Eckpfeilern dieses Dorfes. Und nicht zuletzt ein überaus reges Vereinsleben.